Serie: Vampire

Breaking dawn 2 (DVD)

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 13. Dezember 2012 um 15:06 Uhr Geschrieben von: Yvonne Sonntag, den 18. November 2012 um 21:21 Uhr



Nun ist also endlich der letzte Teil der Twilight-Saga im Kino angelaufen: 4.2 alias der zweite Part von Breaking dawn/Biss zum Ende der Nacht. Um es gleich vorweg zu nehmen: Rein filmisch gesehen bildet dieser sicherlich den Höhepunkt der Serie und auch im Hinblick auf die Story gibt es einige Überraschungen.

Was bisher geschah und nun geschieht

Wir erinnern uns: Breaking dawn 1 endete damit, dass Bella als neugeborener Vampir erwacht, nachdem ihre Tochter Renesmee soeben zur Welt kam. Renesmee ist halb Mensch, halb Vampir und was für Bella, Edward und ihre Familie einem Wunder gleichkommt, ist anderen nicht ganz geheuer (oder besser: ungeheuer). Dazu gehören zum Beispiel die Wölfe, die das unheimliche Kind töten wollten, bis sich Jacob auf sie prägte und ihr Gesetz damit jeden Angriff verbot.

Doch nun erfahren ein paar alte Feinde von Renesmees Existenz: die Volturi. Diese Vampir-Mafia hat schon lange ein kritisches Auge auf die Cullen-Vampire, die sich mit Bella jahrelang einen Menschen in nächster Nähe hielten. Doch Renesmee halten sie nun für ein reines Vampirkind, ein unkontrollierbares und gefährliches Wesen, das keine Verträge kennt und die Vampire verraten könnte. Und so brechen sie mit ihrem gesamten Gefolge auf, um das Kind und die Cullens zu vernichten.

Alice Cullen sieht dies in einer ihrer Visionen und so versucht die Familie, ihre Vampirkontakte zu aktivieren, die bezeugen sollen, dass Renesmee wächst, halb Mensch und nicht gefährlich ist. Die Frage ist: Werden die Volturi zuhören oder die Gelegenheit beim Schopfe packen, um die Cullens in einem Kampf herauszufordern, den diese in der Unterzahl wahrscheinlich nicht gewinnen könnten?

Der Film per se

Die Umsetzung ist wirklich gelungen. Breaking dawn 2 bietet Action, lustige Szenen, Dramatik und vor allem Überraschungsmomente. Die Schauspieler, die Renesmee und die fremdländischen Vampire mit ihren sonderbaren Fähigkeiten darstellen, wurden sorgfältig ausgewählt und die Wache der Volturi wirkt noch grausamer und gefährlicher denn je. Bella sagt über sich selbst, sie sei "der geborene Vampir" und Kristen Stewart stellt ihr neues Selbstbewusstsein überzeugend zur Schau.

Die Filmmusik bietet eine Mischung aus neuen Titeln und schon aus früheren Teilen bekannten Melodien und Themen. An Effekten wurde auch diesmal nicht gespart. Der Film stellt etwas dar und funktioniert selbst, wenn man die bisherige Story nicht kennt.

Richtig rasant wird es dann am Schluss ...

Bitte nur weiterlesen, wenn man den Film schon kennt oder nicht sehen will

Beim Zusammentreffen zwischen den Cullens und den Wölfen auf der einen Seite und den Volturi auf der anderen Seite gibt es für die Leser der Twilight-Titel eine Überraschung, die sie nicht so schnell vergessen werden. Viele, die darüber geklagt haben, dass die Volturi im Buch unverrichteter Dinge abgezogen sind, bekommen mit dem Film nun eine nachträgliche Erklärung.

Als Alice auf den Volturi-Chef Aro zugeht und ihm ihre Vision der Zukunft zeigt, haben die Kino-Zuschauer teil - und begreifen für die nächsten Minuten nicht, dass sie sich in einem "Was wäre wenn" befinden. Sie sehen den Kampf, der ausbricht, als der abgetrennte Kopf von Carlisle Cullen den Boden berührt - und bei dem er nicht als einziger das Leben lässt.

Erst als Alice ihre Hand von der Stirn Aros nimmt, wird klar, dass noch alles in bester Ordnung ist. Niemand ist tot und die Volturi werden am Ende genau wie im Buch die Heimreise antreten. Auf Bella, Edward, Renesmee, Jacob und die anderen wartet nun tatsächlich das "Happily ever after" - und die schweißgebadeten Zuschauer können aufatmen.

Frühere Twilight-Rezensionen gibt es hier.
 

Biss zum Ende der Nacht. Von Stephenie Meyer

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 16. September 2012 um 10:27 Uhr Geschrieben von: Yvonne Mittwoch, den 08. August 2012 um 08:37 Uhr



Teilweise habe ich wirklich bis zum Ende der Nacht geschmökert, denn der vierte Teil der Biss-Reihe war für mich am spannendsten. Zum ersten Mal hatte ich nicht zuvor schon den Film gesehen, oder jedenfalls nur zur Hälfte, da Breaking Dawn 2 ja erst im November in die Kinos kommt.

Bella und Edward heiraten also endlich und erleben auf Bellas Wunsch ihre erste gemeinsame Nacht, noch bevor sie zum Vampir wird. Prompt wird Bella schwanger und die Cullens fragen sich, wie so ein Kind zwischen einem Mensch und einem Vampir wohl beschaffen sein könnte, ob es böse ist und Bella von innen her aussaugen wird. Als das Kind dann auf die Welt kommt, geschehen 3 Dinge: 1. Bella wird endlich gebissen, 2. Jacob ereilt die Prägung und 3. die Volturi werden auf das Kind aufmerksam und entschließen sich, den Cullens ein für alle Mal zu zeigen, wer der Herr in der Vampir-Gesellschaft ist. Wie es ausgeht, möchte ich hier nicht verraten.

Viele Kritiker sagen, das Ende der Vampirsaga wäre vollkommen absurd, selbst wenn bis dahin alles funktioniert haben mag. Ich sehe das anders. Für mich ist es konsequent, dass Bella zum Vampir wird. Schließlich war das seit Band 1 die große Frage, die im Raum stand: Gibt sie für Edward und ihre Liebe alles auf? Zudem wird im letzten Band die Perspektive aufgebrochen, Teile des Buches sind aus der Sicht von Jacob erzählt. Auch das scheint mir sinnvoll, da sich Jacobs Geschichte ja immer mehr mit der von Bella verwoben hat und aufgrund ihrer Freundschaft sogar die uralte Fedhe zwischen Vampiren und Werwölfen (oder so etwas ähnlichem, siehe Band 4) begraben werden konnte.

Die Geschichte funktioniert also für mich. Ich habe in der Reihe keine Logikfehler entdecken können, der Kreis schließt sich und alle Puzzleteile fügen sich ineinander. Eine Schriftstellerin a la J. K. Rowling, die permanent Kaninchen aus dem Hut zieht, ist Stephenie Meyer für mich nicht, ihre Figuren handeln erwartbarer, weniger überraschend. Und doch zieht die Geschichte in ihren Bann und ich kann mir den Hype darum nach der Lektüre durchaus erklären.

Was den Reiz für die Leser ausmacht, ist aus meiner Sicht die Identifizierbarkeit mit Bella, trotz der übersinnlichen Geschichte dahinter, denn man kann jederzeit verstehen, wie sie fühlt und wer sie ist:
  • Band 1: Die unsichere, zum ersten Mal Verliebte
  • Band 2: Die unglücklich Liebende, Verlassene
  • Band 3: Die Frau zwischen zwei Männern
  • Band 4: Die glücklich Liebende, die eine Familie gründet


Bella erlebt also fast alle Muster, die man sich in der Liebe denken kann und die im Alltag immer wieder vorkommen, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. (Nur die Phase "Ich bin unabhängig und will gerade mal keine Beziehung" lässt sie aus, da die ja auch nicht im Sinne der Erfinderin gewesen wäre.) Und damit ist die Geschichte fertig erzählt: Bella hat sich verliebt, ist durch Jahre voller Unsicherheiten gegangen und hat am Ende ihr Glück gefunden.

Weitere Geschichten wie "Biss zum ersten Sonnenstrahl" oder die Begegnung aus der Sicht von Edward werde ich daher nicht mehr lesen. Aber dennoch kann ich die Bücher jedem empfehlen, der fähig ist, sich auf die oben genannten Grundmuster einzulassen und in diesem Rahmen eine romantische Liebesgeschichte mit fantastischen Elementen lesen möchte, die auf den Alltag übertragbar sind (siehe meine vorherigen Rezensionen).
 

Biss zum Abendrot. Von Stephenie Meyer

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. Juli 2012 um 07:59 Uhr Geschrieben von: Yvonne Dienstag, den 17. Juli 2012 um 15:23 Uhr



Von allen bisherigen Biss-Büchern ist "Eclipse - Biss zum Abendrot" jenes, das mich am wenigsten überrascht hat. Zur Erinnerung: Ich kannte die Filme bereits zuvor. Man könnte also folgern, dass das dritte Buch filmisch am besten umgesetzt wurde.

Nachdem zwischen Bella und Edward nun wieder alles gut ist, hat er sie am Ende des zweiten Bandes gefragt, ob sie ihn heiraten möchte. Dies ist für Edward die Bedingung, Bella in einen Vampir zu verwandeln. Bevor hier aber eine Entscheidung getroffen wird, haben Bella und die Cullens mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.

In den Zeitungen ist immer wieder von grausamen Morden zu lesen, die sich in Seattle ereignen. Alice, Carlisle und Co. ahnen schnell, dass es sich um eine Armee neugeborener (also frisch verwandelter) Vampire handelt und zerbrechen sich die Köpfe, wer diese Armee ins Leben gerufen hat.

Als sich die Armee schließlich Forks nähert, gibt es nur eine Möglichkeit für die Cullens, sie zu besiegen: Ein Bündnis mit den Werwölfen. Und dies führt dazu, dass Bella wieder sehr viel Zeit mit Jacob verbringt.

Das Einzige, was für mich aus der Verfilmung nicht so klar herausgekommen ist, sind Bellas Gefühle für Jacob. Sie ist tatsächlich auch in ihn verliebt, eine Frau zwischen zwei Männern. Doch sie begreift, dass die Liebe zu Jacob nicht so groß ist wie diejenige zu Edward.

Im Moment lese ich mit Spannung den letzten Teil, dessen zweite Hälfte ich natürlich noch nicht aus dem Film kenne.
   

Biss zur Mittagsstunde. Von Stephenie Meyer

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. April 2012 um 10:52 Uhr Geschrieben von: Yvonne Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 21:37 Uhr



Als ich den Film "New Moon" zum ersten Mal sah, ohne das Buch zu kennen, fand ich ihn schlichtweg langweilig. Erst erzählt Edward, dass er Bella liebt, dann überlegt er es sich binnen 5 Filmminuten anders und verschwindet, Bella sitzt monatelang verstört in ihrem Zimmer, dann taucht Jacob auf, der von vornherein keine Chance bei ihr hat und am Ende ist - oh, Überraschung - Edward doch wieder da.

Wenn man "Biss zum Morgengrauen" gelesen hat, hat der Film schon eine ganz andere Wirkung. Doch seine wirkliche Faszination erhält er erst, wenn man "Biss zur Mittagsstunde" liest. An der Handlung ändert sich zwar grundsätzlich nichts, aber man gewinnt an Hintergrund, versteht Bella und bewertet die Geschichte ganz anders.

So begreift der Leser, dass Bella sich nicht über Edwards Sinneswandel wundert, weil sie von Beginn an nicht glauben konnte, dass dieser interessante Mann sie genauso spannend findet wie sie ihn.

"Biss zum Morgengrauen" ist nicht die Geschichte des Verlusts einer Teenager-Liebe. Es geht um den Verlust einer Liebe, von der man bzw. Bella ganz genau weiß, dass sie das einzig Richtige war. Es mag ungewöhnlich sein, dass die Protagonistin eine solche Liebe schon im zarten Alter von 18 Jahren kennengelernt hat. Aber dass weder Bella noch Edward zu den Durchschnitts-Teenagern gehören, weiß man ja bereits aus dem ersten Band.

Im Grunde ist die Biss-Reihe für mich keine Vampirstory, sondern eine reine Liebesgeschichte. Es geht um die Frage, ob sich beide so auf diese Liebe einlassen können, dass sie die Konsequenzen zu tragen bereit sind. Dass Edward ein Vampir ist, macht diese Konsequenzen lediglich tragischer. Es gibt keinen Weg zurück mehr. Wenn Bella sich einmal entschlossen hat, ein Vampir zu werden, ist dies wirklich buchstäblich eine Beziehung für die Ewigkeit. Den Mut muss man erst mal aufbringen!
 

A Vampire Story (Computerspiel)

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 05. Dezember 2011 um 17:47 Uhr Geschrieben von: Yvonne Donnerstag, den 01. Dezember 2011 um 01:44 Uhr



Als Abschluss meiner Vampirserie möchte ich Euch gerne diesmal ein Computerspiel vorstellen. Es handelt sich um ein klassisches Point & Click-Adventure, das - wie der Titel schon vermuten lässt - im düsteren "Draxsylvanien" spielt.

Die Geschichte: Die französische Opernsängerin Mona de Lafitte wird im Schloss des kauzigen kleinen Vampir-Barons Shrowdy festgehalten. Bei einem Ausflug ins Umland wird jenem von Vampirjägern ein Holzpflock durchs Herz gejagt (auf dem Cover heißt es "Biss der Pflock uns scheidet" - Ähnlichkeiten mit bekannten Romantiteln sind natürlich rein zufällig). Mona sieht dies als willkommene Gelegenheit, aus dem Schloss zu fliehen, doch leider ist der Geist von Shrowdy noch recht lebendig und will sie nicht fortlassen. Und hier kommt der Spieler ins Spiel ...

Gemeinsam mit Mona und der sprechenden Fledermaus Froderick erkundet man nun das Schloss, löst Rätsel, spricht mit kuriosen Persönlichkeiten und kombiniert Gegenstände. Die Grafik ist comicartig, die Bedienung von "A Vampire Story" sehr einfach gehalten. Mona hat vier Interaktionsmöglichkeiten mit Gegenständen, zwischen denen per Maus gewechselt werden kann.

Der Humor ist ironisch bis bissig (wie passend) und wie jede Adventure-Figur spart auch Mona nicht an Kommentaren zu verwegenen Kombinationsideen des Spielers. Zu den Charakteren, mit denen Mona diskutiert, gehören ein miesepetriger Wasserspeier, ein Brunnen, der ganz offensichtlich bekifft ist, einige Mafia-Ratten und eine Eiserne Jungfrau. Die Rätsel sind teils sehr logisch, in einigen wenigen Fällen scheint die Lösung allerdings sehr weit hergeholt. Durch ihre Antworten gibt Mona Tipps, was der Spieler tun soll. Etwa: "Wenn ich dieses rostige Scharnier ölen könnte ..."

Als Charakter ist Mona allerliebst. Sie ist eine aufstrebende junge Künstlerin, weiß sich zu benehmen, schreitet gemächlich dahin (was man aber mit Hotkeys beschleunigen kann), parliert mit französischem Akzent - und will einfach nicht einsehen, dass sie selbst längst zum Vampir geworden ist. So sagt sie etwa: "Isch brauche demnächst wiedör meinen Merlot mit Salz." Darauf Froderick: "Du meinst wohl BLUT." Mona wiegelt aber jedesmal ab. Trotz ihrer guten Kinderstube (sie neigt beispielsweise nicht wie Simon the Sorcerer dazu, sich über unschuldige Spielfiguren lustig zu machen) hat Mona keine Bedenken, mysteriöse Zeitgenossen, die ihr nicht helfen wollen, zur Strecke zu bringen.

"A Vampire Story" ist ein gut spielbares Adventure für Fans des schrägen Humors oder von Vampiren. Es eignet sich auch für Gaming-Anfänger. Viel Spaß damit!
   

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